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Salvator-Kalender 2024

2 Kommentare zu „Salvator-Kalender 2024“

  1. Liebes Team des Salvatorkalenders
    Der Salvatorkalender ist für uns perfekt. Seit vielen Jahren erfreut er uns täglich mit Angaben zu den Namenstagen, den sonntäglichen Bibelzitaten, den Geschichten, Texten, Bildern und Mondphasen.
    Wir danken ganz herzlich.

    Freundliche Grüsse
    Pia und Rolf Weingartner, Luzern

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Zum Geleit

Es ist die erste Fastenwoche, in der ich diesen Artikel schreibe. Beim Betrachten nach dem Sinn der Fastenzeit, fiel mir dieser interessante Hinweis zu. Viele von Ihnensind schon mal geflogen. Im Flugzeug sitzend fällt der erste Blick auf die Leuchtschrift «Fasten your seat belt», d. h. «Machen Sie Ihren Sitzgurt fest»! Und das passt so wunderbar zum Motto dieses Kalenders: «Jesus Christus – Mitte unseres Lebens». Denn hier sind wir am Sinn des alten gotischen Wortes «fasten» am nächsten: «sich festmachen, festhalten, anhalten». Fasten meint also zunächst festmachen, d.h. die eigene Mitte wieder entdecken, neuen Halt finden, die in uns schlummernden Kräfte des Lebens, des Geistes, der Seele wieder zu entfachen und zu aktivieren. Fasten ist also so etwas wie Hinterfragen meines Lebens: wer oder was gibt mir Halt, wovon lebe ich hauptsächlich, was oder wer ist die Mitte meines Lebens? 

Ich brauche niemandem zu beweisen, dass wir ohne Halt, eben «haltlos» sind. Ja, an was halte ich mich? An einen lieben Menschen? An meine Arbeit? An meine Familie? An ein gewisses Vermögen? An einen gewissen höheren Lebensstand? Aber ist all das auch schon die Mitte meines Lebens? Wie zerbrechlich und vergänglich ist das doch alles! Da fällt etwas aus und schon kommt mein Leben ins Schleudern. 

Das Rad ist immer wieder das schönste Symbol, das den Wert einer Mitte darstellt. Es ist das wichtigste Meditationsbild des hl. Bruder Klaus. Ein unbekannter Pilger hat das immer wieder mit ihm aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Gott ist für ihn die Mitte. Von IHM geht alles aus: die ganze Schöpfung, alles, was mich umgibt, was ich bin, was ich besitze, mein Beten, meine Liebe, meine Freiheit, meine Hoffnung, meine Freude… Zu IHM geht alles wieder zurück: Mein Leben, mein Beten, mein Hoffen, meine Erfolge, meine Freuden, meine Tränen… Er, die Mitte meines Leben,s gibt mir Halt. Auf ihn hin kann ich alles beziehen. Wo ich IHN, Gott, als Mitte habe, rollt mein Leben immer wieder weiter. Nichts bringt es ins Schleudern. Es geht auf eine gute Zukunft hin. Wo ich etwas anderes als Gott aus meinem Lebensrad zu meiner Lebensmitte mache, mache ich etwas, das irgendwann seinen Wert verliert und ich bin halt-los! 

«Mein Herr und mein Gott», so betet Bruder Klaus und erklärt damit Gott zu seiner Mitte. Er bittet ihn, alles von ihm wegzunehmen, was ihn von dieser Mitte weghält und bittet ihn, alles zu geben, was ihn immer mehr zu dieser Mitte hinführt! 

Von Herzen wünsche ich, Gott möge Sie als Mitte Ihres Lebens durch das neue Jahr 2024 begleiten und segnen. 

P. Karl Meier, SDS