Weltweit wird jede dritte Frau Opfer von physischer oder sexueller Gewalt. Es gibt meist zu wenige Anlaufstellen, die Gesellschaft schaut häufig weg. Viele betroffene Frauen trauen sich nicht ihre Partner zu verlassen oder anzuzeigen. In Zusammenhang mit häuslicher Gewalt spielen Alkohol, prekäre Lebensbedingungen sowie Gewalterfahrungen in der Kindheit oftmals eine große Rolle. Der Ausweg für betroffene Frauen ist in der Regel überaus schwierig.

Das Frauenhaus der Caritas Temeswar ist eine Schutzein- richtung für Frauen (und ihre Kinder). Hier ein Auszug eines Briefes einer betroffenen Frau, die dank dem Frauenhaus den Ausstieg schaffte: „Ich heiße Valea* und ich bin Mutter von zwei wunderbaren Töchtern, Felicia* und Marina*. Nach langer Plage mit meinem Mann habe ich den Mut aufgebraucht um etwas zu unternehmen. Im Gespräch mit einer Psychologin hatte ich die Entscheidung getroffen ins Frauenhaus zu kommen. Durch soziale und psychologi- sche Unterstützung konnte ich mich in dieser Situation zurechtfinden. Hier habe ich die Wärme eines Zuhauses kennengelernt. Das Personal hat mir und meinen Mäd- chen geholfen, psychisch und sozial, etwa bei der Schule und der Unterstützung unseres Neuanfangs. Wir haben eine umfangreiche Verpflegung bekommen: Lebensmittel, warme Mahlzeiten, Hygienemittel und ein Dach über dem Kopf. Das war eine GROSSE HILFE FÜR MICH! Das Frauen- haus ist ein Platz den man als ZUHAUSE bezeichnen kann! Danke sehr für die ganze Unterstützung und Hilfe!“

Venezuela befindet sich seit 2014 in einer tiefen Krise. Die Rede ist von rund 7 Mio. Exil-Venezolanern, weltweit gibt es kaum eine Region, wo so viele Menschen ihr Heimatland verlassen mussten. Im einst reichsten Land Lateinamerikas lebt heute 94 % der Bevölkerung in Armut, 76 % in extremer Armut. Menschen hungern, die Gesundheitsversorgung ist katastrophal. Ein Bildungsprojekt sowie ein Inklusionsprogramm für Menschen mit Behinderungen helfen gezielt den Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden.
Der Salvatorianer P. Luis Domingo Diaz (auf dem Bild), Projektleiter in Caracas, berichtet: „Das Inklusions-Projekt TE ACEPTÓ hat im letzten Jahr rund 60 Menschen mit Behinderungen, (darunter Autismus, Down- Syndrom, Blindheit, motorische Behinderung, Zerebralparese, Hörbehinderung) erreicht, und zwar durch ein Team bestehend aus zehn Fachkräften. Menschen mit Beeinträchtigungen erhielten Hilfen in den Bereichen Medizin und Gesundheit, Familienpflege sowie Ernährung. In den Bildungsworkshops erreichten wir an drei Standorten rund 800 Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien. Sie wurden durch ein Team bestehend aus 40 Lehrer*Innen betreut.“ Seit 2015 ermöglicht die Charity Kunstauktion der Salvatorianer Kindern und Jugendlichen aus den Armenvierteln Venezuelas ihre Talente und Fähigkeiten zu entwickeln. Das später entwickelte Inklusionsprogramm zielt darauf ab, dass auch Menschen mit Behinderungen dazugehören, teilhaben und selbst bestimmen können.

Liebe Freundinnen und Freunde der Kunst!
In diesem Herbst laden die Salvatorianer zum bereits 9. Mal zu einer Charity-Kunstauktion. Der gesamte Erlös kommt zwei Sozialprojekten zugute. 50 ausgewählte Kunstwerke kommen am Mittwoch, den 20. September 2023 unter den Hammer. All jene, die sich schon vor dem Auktionsabend ein persönliches Bild machen möchten, können die herausragenden Arbeiten von Sonntag 17. September bis Dienstag 19. September im Sommerrefektorium des Klosters St. Michael in der Wiener Innenstadt (siehe Foto rechts) besichtigen.
Steuerliche Absetzbarkeit
Der Verein Salvatorianer Weltweit zählt zu den spendenabsetzbarberechtigten Organisationen Österreichs. Laut Information des Bundesministeriums für Finanzen ist bei Charity-Auktionen grundsätzlich der gespendete Betrag aufzuteilen auf die Person, die den zu versteigernden Gegenstand gespendet hat (KünstlerIn) und die Person, die den Gegenstand ersteigert hat (KäuferIn). Das Meistbot stellt die insgesamt abzugsfähige Spende dar. Diese wird im Verhältnis 50 : 50 zwischen KünstlerIn und KäuferIn aufgeteilt.